Ratgeber Tücher

Styling bei Haarausfall – Perücke, Tuch oder Mütze?

Die Gründe für Haarausfall können vielfältig sein: sie können sowohl erblich als auch hormonell bedingt sein. Zwei Arten treten besonders häufig auf: dem kreisrunden (Alopecia Areata) und dem diffusen Haarausfall.

Menschen, die an kreisrundem Haarausfall leiden, verlieren Ihre Haare stellenweise. Dabei handelt es sich um runde Stellen, die in manchen Fällen wieder zuwachsen können oder auch vermehrt auftreten. In einem Extremfall kann es auch sein, dass sich die Stellen ausweiten und dann gegebenenfalls den ganzen Kopf betreffen. Es wird noch immer spekuliert, dass es sich dabei um eine Autoimmunkrankheit handelt. Wieso sich das Immunsystem jedoch in der Form gegen den eigenen Körper wendet, ist noch immer unklar.

Bei diffusem Haarausfall fällt das Haar nicht nur an spezifischen Stellen aus, sondern wird insgesamt lichter. Häufig ist diese Form auf einen Nähr- und Mineralstoffmangel zurückzuführen. Mittlerweile tritt diese Form des Haarausfalls auch bei Kindern und Jugendlichen immer häufiger auf.
Doch auch die Chemo- und die Strahlentherapie führen meist zu Haarausfall, welcher Krebspatienten die ohnehin belastende und strapaziöse Zeit zusätzlich erschwert und seelisch belastet.

Wenn auch Sie von Haarausfall betroffen sind, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, den Haarverlust zu kaschieren. Wahlweise können Sie hierfür auf eine Perücke zurückgreifen oder aber auch Tücher oder Mützen tragen. Viele Betroffene nutzen sogar beides und tragen beispielsweise tagsüber eine Perücke, nachts oder auch generell zu Hause tendenziell Turbane. Es sind diverse Tücher oder auch Seidentücher, die mit Baumwolle unterfüttert sind, erhältlich.

Wir empfehlen Ihnen ebendiese oder welche, die ausschließlich aus Baumwolle bestehen. Von reinen Seidentüchern raten wir ab, da diese schnell verrutschen. Es sind zudem bereits vorgebundene Tücher erhältlich. Sie können Ihre Tücher aber auch ganz nach Ihren individuellen Vorstellungen selbst binden. Wie dies funktioniert, können Sie ebenfalls in unserem Ratgeber unter dem Punkt „Kopftücher binden“ nachlesen.

Da Sie Ihre Perücke zum Schlafen absetzen müssen, empfehlen wir Ihnen, zur Nacht eine Mütze (ein Cap) aufzusetzen. So können Sie verhindern, dass Sie nachts frieren, da ein Großteil der Körperwärme über die Kopfhaut verloren geht.

Ein Tuch bei Haarausfall kann im Sommer auch eine gute Alternative zur Perücke sein, da es nicht so warm und leicht aufzusetzen ist. Zudem ist es besonders pflegeleicht. Wenn Sie beispielsweise stärker schwitzen oder regelmäßig Sport treiben, können Sie das Tuch einfach waschen und wieder aufsetzen. Es ist vor allem bei einem Krankenhausaufenthalt empfehlenswert. Zudem sind Tücher erhältlich, die mit einem Lichtschutzfaktor ausgestattet sind. So ist Ihre Kopfhaut auch im Sommer ausgezeichnet geschützt.

Ob Sie tagsüber auch eine Mütze, ein Kopftuch oder doch eine Perücke tragen möchten, bleibt Ihnen überlassen. Eine Perücke, unabhängig davon, ob Sie sich für eine aus Kunst- oder Echthaar entscheiden, wirkt sehr natürlich und kaschiert den Haarausfall ideal.